(c) Marco Borggreve

Geschätzt wird die Norwegerin Vilde Frang vor allem für ihre Ausdruckskraft und das hohe Niveau ihrer Virtuosität und Musikalität. Spätestens nachdem Mariss Jansons 1998 die damals Zwölfjährige für ihr Debüt mit dem Philharmonischen Orchester Oslo engagiert hatte, gehörte sie zu den führenden Geigerinnen ihrer Generation.

Höhepunkte kommender und vergangener Engagements sind Konzerte mit Ensembles wie dem Mahler Chamber Orchestra, der Academy of St. Martin in the Fields, dem Philharmonia Orchestra London, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Tonhalle-Orchester Zürich, dem London Philharmonic Orchestra, dem Rotterdam Philharmonic, dem Orchestre Philharmonique de Radio France, dem Sydney Symphony Orchestra und dem NHK Symphony Orchestra Tokyo und Dirigenten wie Ivan Fischer, Paavo Järvi, Neeme Järvi, Vladimir Jurowski, Vasily Petrenko, Vladimir Ashkenazy, Daniel Harding, David Zinman sowie Esa-Pekka Salonen. 2016 debütierte sie bei den Berliner Philharmonikern und Simon Rattle – als Solistin des Europakonzerts in Røros.

Mit Solo-Recitals und Kammermusik ist sie bei den Londoner Proms, den Salzburger Festspielen, den Festivals von Lockenhaus, Rheingau, Mecklenburg-Vorpommern, Gstaad, Verbier und Luzern zu erleben mit Partnern wie Gidon Kremer, Yuri Bashmet, Martha Argerich, Janine Jansen und Leif Ove Andsnes. Mit Anne-Sophie Mutter und der Camerata Salzburg spielte sie Bachs Doppelkonzert auf einer Tournee durch Europa und die USA.

Für ihre Aufnahmen wurde sie mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Edison Klassik Preis, Classic BRIT Award für Best Newcomer, Editor’s Choice Gramophone Award, Diapason d’Or sowie dem ECHO Klassik und  dem Deutschen Schallplattenpreis. 2015 erhielt sie den ECHO Klassik für ihre Einspielung von Mozarts Violinkonzerten 1&5. 2016 ist sie Preisträgerin in Residence der Festspiele Mecklenburg-Vorpommern und wird mit dem ECHO Klassik für ihr Album mit Violinkonzerten von Britten und Korngold ausgezeichnet.

Vilde Frang wurde 1986 in Norwegen geboren. Sie studierte am Barratt Due Institute of Music in Oslo, an der Musikhochschule Hamburg bei Kolja Blacher und an der Kronberg Academy bei Ana Chumachenco.

Vilde Frang spielt eine Violine von Jean-Baptiste Vuillaume aus dem Jahr 1864.

Juli 2016