Hélène Grimaud (© Kasskara/DG)

Hélène Grimaud (© Kasskara/DG)

Hélène Grimaud studierte Klavier in ihrer Heimatstadt Aix-en-Provence, in Marseille bei Pierre Barbizet und, ab dem Alter von 12 Jahren, am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris bei Jacques Rouvier, Gyorgy Sandor und Leon Fleischer.

Das Jahr 1987 war ein entscheidender Wendepunkt in ihrer Karriere: Sie gewann den MIDEM-»Cannes Classical Award«. Ihre Darbietung dort bewegte Daniel Barenboim dazu, sie dem Orchestre de Paris zu empfehlen. Daraus resultierte eine Reihe hochklassiger Engagements wie ihr erster Auftritt beim »Festival International de Piano de La Roque d’Anthéron« und ihr Debüt-Recital in Tokio.

Seitdem tritt Hélène Grimaud mit den führenden Orchestern auf, u.a. mit dem Concertgebouw Orchester, dem St. Petersburg Philharmonic, dem NHK Symphony Orchester sowie dem Chamber Orchestra of Europe. In den USA ist sie weiterhin regelmäßig Gast bei den Los Angeles und New Yorker Philharmonikern, dem Philadelphia Orchester und den Chicago, San Francisco und Bostoner Symphonikern.

Hélène Grimaud arbeitet mit den bedeutendsten Dirigenten unserer Zeit, wie z.B. Ashkenazy, Chailly, Haitink, Harding, Masur, Sanderling, Temirkanov und Zinman. In der nächsten Saison tritt sie wieder mit Claudio Abbado und dem Luzerner Festival Orchester auf, desweiteren mit Neeme Järvi und den Berliner Philharmonikern und bei den Festspielen in Baden-Baden mit Valeriy Gergiev und dem Kirov Orchester. Als engagierte Kammermusikerin tritt sie sowohl solistisch als auch mit Kammermusik-Programmen, mit Künstlern wie Thomas Quasthoff, Janine Jansen, Truls Mørk, Jörg Widmann, Christine Schäfer und Renaud Capuçon auf.

Im Jahr 2002 unterzeichnete Hélène Grimaud einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon. Ihr letztes Album – Beethovens Klavierkonzert Nr. 5 mit der Staatskapelle Dresden und Vladimir Jurowski gepaart mit Beethovens Klaviersonate Nr.29 op.101 – wird im September 2007 erscheinen. Ihre vorherigen Aufnahmen bei der DGG umfassen Reflection mit Weken von Brahms und Robert und Clara Schumann; Credo (Orchester- und Solowerke von Beethoven und Pärt mit dem Swedischen Radio Symphonie Orchester und Esa-Pekka Salonen); eine CD mit Chopin- und Rachmaninow-Solowerken und Bartoks Klavierkonzert Nr. 3 mit dem London Symphony Orchestra unter Pierre Boulez. Seit ihrem 15. Lebensjahr nimmt Grimaud CDs auf – ihre frühen Aufnahmen umfassen u.a. Werke von Liszt, Ravel, Rachmaninow, Strauss und Gershwin.

Als Preisträgerin zahlreicher weltweiter Musikpreise wurden ihre Verdienste auch in ihrem Heimatland Frankreich gewürdigt. Dort wurde sie vom französischen Kultusministerium im Jahr 2002 zum »Officier dans l’ordre des Arts et des Lettres« ernannt. In 2005 wurde sie mit dem ECHO Preis in der Kategorie “Instrumentalistin des Jahres” ausgezeichnet.

Hélène Grimaud ist Autorin zweier Bücher, »Variations Sauvages« (auf Deutsch erschienen unter dem Titel »Wolfssonate«) und »Leçons Particulières«, die in Frankreich in den Bestseller-Listen weit oben rangierten.

1999 gründete sie das »Wolf Conservation Center«, für das sie sich nach wie vor stark macht. In jüngerer Zeit verbindet man den Namen Hélène Grimaud auch mit Wohltätigkeitsorganisationen wie Amnesty International, International Children’s Camp Villa Sans Souci und der World Wildlife Foundation.