Anne-Sophie Mutter, Violine

Anne-Sophie Mutter, Violine

Anne-Sophie Mutter gehört seit über 35 Jahren zu den großen Geigen-Virtuosen unserer Zeit. Die im Badischen Rheinfelden geborene Violinistin begann ihre internationale Karriere 1976 bei den Festspielen in Luzern. Ein Jahr danach trat sie als Solistin bei den Salzburger Pfingstkonzerten unter der Leitung von Herbert von Karajan auf. Seitdem konzertiert Anne-Sophie Mutter weltweit in allen bedeutenden Musikzentren. Neben der Aufführung großer traditioneller Werke stellt sie ihrem Publikum immer wieder Repertoire-Neuland vor: Sebastian Currier, Henri Dutilleux, Sofia Gubaidulina, Witold Lutoslawski, Norbert Moret, Krzysztof Penderecki, Sir André Previn und Wolfgang Rihm haben ihr Werke gewidmet. Darüber hinaus widmet sie sich zahlreichen Benefizprojekten und der Förderung musikalischen Spitzennachwuchses.

Auch das Jahr 2012 mit Konzerten in Asien, Europa und Nordamerika – sowie erstmals auch in Australien – steht für die musikalische Vielseitigkeit der Violinistin und ihren beispiellosen Rang in der Welt der klassischen Musik.

Zum Jahresbeginn spielt Anne-Sophie Mutter das Bruch Violinkonzert sowie Curriers „Time Machines“ in Deutschland und der Schweiz mit dem SWR Radio-Sinfonieorchester Stuttgart. Am Dirigentenpult: Michael Francis. „Time Machines“, im Juli 2011 von der Künstlerin in New York uraufgeführt, wird dabei erstmals in Europa live zu hören sein.

Mit ihrem langjährigen Recital Partner Lambert Orkis führt die Geigerin in diesem Jahr auf einer Europa-Tournee Werke von Lutowslawski, Mozart, Saint-Saëns und Schubert auf.
Im Trio mit Lambert Orkis und Daniel Müller-Schott spielt sie Kompositionen von Beethoven und Tschaikowsky; in einem weiteren Trio-Ensemble mit André Previn am Klavier und Müller-Schott am Cello werden Mendelssohn, Mozart und Previn aufgeführt.

Im März tritt Anne-Sophie Mutter erstmals in Australien auf: Bei vier Konzerten in Sydney spielt sie das Beethoven Violinkonzert mit dem Sydney Symphony Orchestra unter der Leitung von Vladimir Ashkenazy.

Einen weiteren programmatischen Schwerpunkt stellt ihre Europa-Tournee mit dem Kammerorchester Wien-Berlin dar: Auf dem Programm stehen Mozarts Violinkonzerte Nr. 3 und Nr. 5, bei denen die Geigerin auch die musikalische Leitung inne hat sowie „Lichtes Spiel“ von Wolfgang Rihm, dirigiert von Michael Francis. „Lichtes Spiel“ führt Anne-Sophie Mutter im Rahmen dieser Tournee in einer Reihe europäischer Länder erstmals auf.

In Chicago eröffnet die Geigerin die Konzertsaison 2012/2013 mit einem Gala-Konzert ebenso wie in Washington – jeweils mit den dortigen Symphonie-Orchestern unter der Leitung von Ricardo Muti bzw. Christoph Eschenbach.

Auch 2012 bringt Anne-Sophie Mutter neues Repertoire in die Konzertsäle: Im Juli führt sie in Essen gemeinsam mit André Previn erstmals seine zweite Sonate für Violine und Piano auf. Die US-Premiere folgt kurz danach beim Tanglewood Sommerfestival, bei dem die Geigerin drei verschiedene Programme spielt – nach dem Recital mit André Previn folgt ein Abend mit Mozart Violinkonzerten und beim dritten Konzert spielt Anne-Sophie Mutter Sarasates Carmen Fantasie.
Die Uraufführung von Previns „Violinkonzert Nr. 2 für Violine und Streichorchester mit zwei Cembalo Interludes“ folgt im September in Trondheim – gemeinsam mit den Trondheimer Solisten. In dieser Formation wird das neue Werk – neben Vivaldis Vier Jahreszeiten – auf einer anschließenden Tournee dem europäischen Konzertpublikum vorstellt.

Die anschließende Asien-Tournee führt Anne-Sophie Mutter im November nach China und Taiwan, wo sie neben den Violinkonzerten von Beethoven, Brahms und Dvorak auch erstmals Curriers „Time Machines“ sowie Rihms „Lichtes Spiel“ aufführen wird.

Für ihre zahlreichen Plattenaufnahmen erhielt Anne-Sophie Mutter unter anderem den Deutschen Schallplattenpreis, den Record Academy Prize, den Grand Prix du Disque, den Internationalen Schallplattenpreis sowie mehrere Grammys. Anlässlich Wolfgang Amadeus Mozarts 250. Geburtstag legte Anne-Sophie Mutter neue Aufnahmen mit Werken sämtlicher wichtiger Kompositionen Mozarts für Violine vor. Im September 2008 erschien ihre Einspielung des Gubaidulina Violinkonzertes “In tempus praesens” mit dem London Symphony Orchestra unter der Leitung von Valéry Gergiev sowie der Bach Violinkonzerte in a-Moll und E-Dur mit den Trondheimer Solisten unter der Leitung der Geigerin. Zum Mendelssohn Gedenkjahr 2009 würdigte Anne-Sophie Mutter den Komponisten mit einer sehr persönlichen Hommage, bei der sich Solo-Konzertrepertoire und Kammermusik auf CD und DVD vereinen: Die Violinsonate in F-Dur von 1838, das ein Jahr später vollendete Klaviertrio in d-Moll und das Violinkonzert e-Moll von 1845. Im März 2010 erschien Anne-Sophie Mutters Einspielung der Brahms Violinsonaten mit Lambert Orkis.

Zum 35-jährigen Bühnenjubiläum der Geigerin im Jahr 2011 legte die Deutsche Grammophon eine umfassende Box mit sämtlichen DG-Einspielungen der Künstlerin, umfangreichen Dokumentationen und bisher unveröffentlichten Raritäten auf. Zur gleichen Zeit erschien ein Album mit den Weltersteinspielungen von Werken, die Wolfgang Rihm (Lichtes Spiel und Dyade), Sebastian Currier (Time Machines) und Krzysztof Penderecki (Duo concertante) der Geigerin Anne-Sophie Mutter gewidmet haben: ein weiteres Zeugnis ihres großen Engagements für zeitgenössische Musik.

2008 errichtete die Künstlerin die „Anne-Sophie Mutter Stiftung“: Ziel der Stiftungsarbeit ist eine weitere Stärkung der weltweiten Förderung musikalischen Spitzennachwuchses, die sich die Geigerin seit 1997 mit der Gründung des “Freundeskreis der Anne-Sophie Mutter Stiftung e.V.” zur Aufgabe gemacht hat. Wichtig ist für Anne-Sophie Mutter auch die Arbeit an medizinischen und sozialen Problemen unserer Zeit. Sie unterstützt diese Anliegen durch regelmäßige Benefizkonzerte. So spielt sie im Jahr 2012 beispielsweise für die „Stiftung Lichtblick Hasenbergl“, zugunsten der Sanierung der Staatsoper unter den Linden sowie die „Anne-Sophie Mutter Stiftung“.

2011 erhielt Anne-Sophie Mutter den Brahms-Preis sowie für ihr soziales Engagement den Erich-Fromm-Preis und den Gustav-Adolf-Preis. 2010 verlieh ihr die Technisch-Naturwissenschaftliche Universität Norwegens in Trondheim die Ehrendoktorwürde; 2009 wurde sie mit dem Europäischen St. Ullrichs Preis sowie dem Cristobal Gabarron Award ausgezeichnet. 2008 erhielt Anne-Sophie Mutter den internationalen Ernst von Siemens Musikpreis sowie den Leipziger Mendelssohn Preis. Die Geigerin ist Trägerin des Großen Bundesverdienstkreuzes, des französischen Ordens der Ehrenlegion, des Bayerischen Verdienstordens, des Großen Österreichischen Ehrenzeichens sowie zahlreicher weiterer Auszeichnungen.